Peter Koller: Der Westen sollte aufhören, sich der Illusion hinzugeben, dass es sich bei der derzeitigen russischen Führungsspitze um zivilisierte Menschen handelt, mit denen man reden und Kompromisse schließen kann

2014/04/06 • Deutsch

Peter Koller: Der Westen sollte aufhören, sich der Illusion hinzugeben, dass es sich bei der derzeitigen russischen Führungsspitze um zivilisierte Menschen handelt, mit denen man reden und Kompromisse schließen kann.

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    Nach meiner Meinung, handelt es sich bei der russischen Führungsspitze durchaus um zivilisierte Menschen, mit denen man reden und konstruktiv verhandeln kann. Die derzeitige Problematik um die Ukraine und Russland sowie deren Verhältnis miteinander, besteht aus einer Vielzahl von Aspekten, die es erst einmal zu benennen gilt, bevor Forderungen aufgestellt werden können. Nichts spricht dagegen, wenn Russland die staatliche Souveränität der Ukraine bedingungslos akzeptiert und die Ukraine ausdrücklich auf eine Mitgliedschaft in der NATO verzichtet. Die Krim gehört zwar zur Ukraine, doch mit dem Bau einer gemeinsamen Brücke zum russischen Festland, wäre beiden Seiten gedient. Der Schaden durch die völkerrechtswidrige Übernahme der Halbinsel ist schon jetzt kaum bezifferbar, und das verursachte menschliche Leid dürfte ohnehin enorme negative gesellschaftliche Auswirkungen mit sich bringen. Was ich vermisse, ist ein offener Dialog zwischen den Führungsspitzen beider Länder, der es ermöglicht, nicht nur Verständnis für einander zu entwickeln sondern auch freundschaflichen Austausch zum Wohl des ukrainischen und des russischen Volkes zu pflegen. Das Leben ist viel zu kurz, als dass man sich mit unnötigen Problemen gegenseitig auf die Nerven gehen muss.